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Detail

Nullschwelle: barrierefreier Eingang ohne Wärmebrücke

Ein Eingang ohne Stufe ist bequem, sicher und heute bei Balkontüren und Hebe-Schiebe-Türen praktisch Standard. Die Schwelle ist aber die am stärksten beanspruchte Stelle der gesamten Öffnung — hier treffen Last, Wasser und Kälte aufeinander. So wird sie richtig ausgeführt.

Was eine Nullschwelle (barrierefreie Schwelle) ist

Als Nullschwelle bezeichnet man ein Eingangsdetail, bei dem der Höhenunterschied zwischen Fußboden und begehbarer Außenfläche minimal ist — für das barrierefreie Bauen (ÖNORM B 1600 und die darauf verweisenden Bauvorschriften) wird üblicherweise eine Schwellenhöhe von höchstens 20 mm genannt. Beim Einfamilienhaus ist die Nullschwelle nicht vorgeschrieben, lohnt sich aber: kein Stolpern, leichtes Fahren mit Kinderwagen und Rollstuhl, und ein Detail, das für ein ganzes Leben im Haus vorbereitet ist.

Warum die Schwelle ein kritischer Punkt ist

  • Last — über die Schwelle wird gegangen, bei einer Hebe-Schiebe-Tür laufen darauf Flügel mit mehreren hundert Kilogramm. Der Unterbau darf nicht nachgeben.
  • Wasser — Regen und Schmelzwasser treffen direkt auf die Schwelle; die Abdichtung endet hier und muss an den Rahmen angeschlossen sein.
  • Kälte — die Schwelle liegt tief, oft unter der Ebene der Fußbodendämmung. Ohne Unterbrechung der Wärmebrücke umgeht die Kälte hier das Fenster, und am Boden vor der Tür schlägt sich Feuchtigkeit nieder.

Das typische Bild einer schlechten Schwelle kennen Sie von Besuchen: ein kalter Bodenstreifen vor der Balkontür, eine beschlagene Ecke und mit der Zeit eine dunkle Schimmellinie an der Leiste.

Wie die Nullschwelle richtig aufgebaut wird

  • Tragender und dämmender Unterbau — unter die Schwelle gehört ein durchgehendes Bodeneinstandsprofil aus purenit®: Es trägt die Last (Druckfestigkeit ~7 MPa nach EN 826, für Dauerlasten wird mit 1–1,5 MPa gerechnet), dämmt (λ ≈ 0,08 W/(m·K)) und Feuchtigkeit macht ihm nichts aus. Die Höhe des Profils richtet sich nach dem Fußbodenaufbau, siehe Ausmessen.
  • Abdichtung bis an den Rahmen — die Abdichtung des Kellers bzw. der Terrasse wird hochgezogen und dicht an Profil und Rahmen angeschlossen (Folien, Dichtschlämmen, Systemdichtbänder), damit das Wasser keinen Weg unter die Schwelle findet.
  • Entwässerung vor der Schwelle — beim niveaugleichen Eingang fängt eine Entwässerungsrinne oder ein Gitterrost das Wasser ab; ein Vordach und ein Gefälle der Fläche vom Haus weg helfen zusätzlich.
  • Anschluss an die Dämmung — das Profil schließt an die Dämmung von Fußboden und Fassade an, sodass rund um die Schwelle ein durchgehender Dämmrahmen ohne Schwachstellen entsteht.

Die häufigsten Fehler

  • Die Schwelle auf Mörtel oder Beton gesetzt, „damit es hält“ — es hält, und es friert durch.
  • Weiches Polystyrol unter der Laufschiene einer Hebe-Schiebe-Tür — es drückt sich mit der Zeit ein, und die Flügel schleifen.
  • Die Abdichtung endet vor dem Rahmen statt an ihm.
  • Fehlende Entwässerung — der erste Starkregen landet am Fußboden.

Häufige Fragen

Ist eine Nullschwelle Pflicht?

Bei Gebäuden, für die die Anforderungen des barrierefreien Bauens gelten (Wohnanlagen, öffentliche Gebäude), verlangen die Vorschriften eine niedrige Schwelle bis 20 mm. Beim Einfamilienhaus ist es Ihre Entscheidung — aber es ist günstiger, sie gleich zu bauen, als später umzubauen.

Dringt über eine Nullschwelle kein Wasser ein?

Ein richtig ausgeführtes Detail erledigt das Wasser, bevor es die Schwelle erreicht: Gefälle, Rinne, an den Rahmen angeschlossene Abdichtung. Die Schwelle selbst dichtet dann nur noch gegen Schlagregen. Das Risiko entsteht nicht durch die geringe Schwellenhöhe, sondern durch ausgelassene Schritte.

Eignet sich purenit® auch unter Haustüren mit klassischer Schwelle?

Ja — die Unterbrechung der Wärmebrücke unter der Schwelle ist bei jeder Schwellenhöhe sinnvoll. Für Haustüren liefern wir Profile nach Maß inklusive Fräsung für die jeweilige Schwelle.

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